Am 5. Dezember wird Ursina Hilty Barocke Advents- und Weihnachtsmusik aus England, Italien und Frankreich spielen.

Ursina Hilty begann im Alter von 9 Jahren mit dem Klavierspiel, mit 17 Jahren erhielt sie ihren ersten Orgelunterricht. Nach ihrer Ausbildung zur Primarlehrerin studierte sie in Luzern Kirchen- und Schulmusik, mit Chorleitung im Hauptfach, und Orgel und Klavier im Nebenfach. Nachdem sie rund 20 Jahre an verschiedenen Orten als Chorleiterin, Organistin und Klavierlehrerin tätig war, wechselte sie aus familiären Gründen ihren beruflichen Schwerpunkt wieder in die Primarschule. Sie wirkte in Wetzikon zuerst als Lehrperson und dann als Schulleiterin – und später bis im Herbst 2020 als Schulleiterin in Uster. Daneben musizierte sie so oft wie möglich. Ursina Hilty lebt seit dem Sommer 2000 in Hinwil.

Mit Zertifikat – Eintritt frei – Kollekte zugunsten der Orgel

In der Claridenhütte – vom SAC Bachtel im Glarnerland errichtet – werden heutige Besucher von Angi Ruggiero mit einem reichhaltigen Menu am Abend und einem feinen Zmorge verwöhnt. Das war aber nicht immer so: Früher mussten die Hüttenbesucher ihre „Suppenrolle von Maggi“ – sechs in Papier gewickelte Tabletten Suppenmehl – oder zu späteren Zeiten den Suppenbeutel selber mitbringen. Der Hüttenwart warf alles in denselben Topf und der Gast durfte sich an der Überraschungssuppe freuen. Ein mitgebrachtes Stück Brot oder gar eine Wurst rundeten das Menü ab. In Erinnerung daran gibt es am Sonntag, 7. November im Ortsmuseum eine feine Gerstensuppe am Feuer.

Geschichte der Claridenhütte

Im Jahre 1897 erstellten die Bachtelianer eine erste Hütte aus Holz mit 15 bis 20 Schlafplätzen auf Heu. Bereits neun Jahre später wurde das Claridenhaus, ebenfalls aus Holz, mit 58 Schlafplätzen angebaut. Jedoch stieg nicht nur die Zahl der Sommer-, sondern auch der Wintergäste in der Folge stetig an und so genügte die Hütte bald einmal nicht mehr. 

An der Generalversammlung 1936 beschloss die Sektion den Umbau des Hauses mit der Einrichtung von 100 Schlafplätzen. Das Central-Comité CC in Sitten unterstützte die Umbaupläne vorerst, doch ein Jahr später in Olten empfahl es einen Neubau. 

Der neue Plan von Architekt Paul Senn aus Steg sah einen Steinbau mit 84 Schlafplätzen vor und die Abgeordnetenversammlung in Olten bewilligte eine Subvention von Fr. 22’000.-. Eine freiwillige Sammlung bei den Mitgliedern ergab Fr. 20’000.-, der Rest stammte aus dem Hüttenfonds und dem Vereinsvermögen. 

Grundsteinlegung verschoben

Da aus dem Glarnerland keine gesamthafte Offerte einging, übernahm Baumeister Brantschen aus Sitten die Ausführung des Baus. Den Materialtransport besorgte eine Seilbahnanlage. Wegen der zweiten Generalmobilmachung im Mai 1940 konnte die Grundsteinlegung aber erst am 29. Juni 1941 erfolgen. Im Dokument, das niedergelegt wurde, lesen wir: „Im zweiten Jahr des grossen Krieges legen wir den Grundstein zu einem Bau, der zu Nutz und Frommen der Alpenwanderer erstellt werden soll. Hunderte und Tausende von Bergfreunden mögen sich in guten und bösen Tagen unter seinem Dache geborgen fühlen, bei friedlicher Rast und zu glückhafter Ruh.“

Heute verzeichnet die Claridenhütte etwa 2800 Übernachtungen pro Jahr.

1863 befanden sich unter den 35 Gründungsmitgliedern des Schweizer Alpen-Clubs SAC in Olten auch drei Männer aus dem Zürcher Oberland: die Walder J. Oberholzer, A. Schoch und J. Krauer. Diese drei waren anfänglich Mitglieder der Sektion Uto. Als sich der Kreis um H. Weber aus Wetzikon, A. Häussler-Schweizer aus Rüti, F. Lehmann-Ritter aus Hinwil und den bekannten Industriellen Adolf Guyer-Zeller aus Bäretswil erweiterte, kam der Gedanke auf, eine eigene Sektion zu gründen. Am Bettag 1871 erfolgte dann die feierliche Gründung der Untersektion Bachtel bei strahlendem Wetter auf dem Glärnisch. 1876 zählte die Untersektion bereits 60 Mitglieder und so entstand 1877 die eigenständige Sektion Bachtel als 20. Sektion des Schweizer Alpen-Clubs. 

Das Glarnerland war zu Beginn das bevorzugte Tourengebiet der Bachtelianer und so zahlte die Sektion Bachtel den Kollegen der Sektion Tödi einen jährlichen Beitrag von einem Franken pro Mitglied zu Handen der Glärnischhütte. Schon bald befassten sich die Bachtelianer aber mit dem Gedanken, eine eigene Clubhütte zu bauen und 1897 fand die Einweihung der Claridenhütte auf dem Hochplateau des Altenorenstocks statt. Der Standort dieser ersten unbewarteten Claridenhütte mit 20 Schlafplätzen war bestens gewählt und die Hütte wurde derart gut besucht, dass sie in den nächsten Jahren laufend ausgebaut werden musste.

Aktive Seniorinnen und Senioren der Sektion Bachtel

Rund 3500 Mitglieder zählt die Sektion Bachtel des Schweizer Alpen-Clubs SAC. Davon bilden rund 280 Seniorinnen und Senioren die Seniorengruppe, die dieses Jahr ebenfalls ein Jubiläum feiert. Vor 50 Jahren, im Februar 1971 erfolgte mit 23 Bergkameraden unter der Leitung des Obmannes Albert Frei auf dem Bachtel die Gründung.

Dass die Seniorinnen dazugehören, ist nicht selbstverständlich. Auf nationaler Ebene erfolgte die Fusion der beiden Alpenclubs Schweizerischer Frauen-Alpenclub SFAC und Schweizer Alpen-Club SAC 1980 – nach 100 Jahren Diskussionen um die „Frauenfrage“. Bald darauf fusionierte auch die Frauensektion Zürcher Oberland mit der SAC Sektion Bachtel. Trotzdem waren die Frauen als Mitglied bei den Senioren lange nicht erwünscht. Erst 2011 ist unter dem Titel „Aufbruch in eine neue Zukunft“ im Clubheft zu lesen: „Nach 40-jähriger Männerrunde hat die Jahresversammlung nach offener, fairer Diskussion mit grosser Mehrheit den nicht allen leicht fallenden Schritt in eine neue gemeinsame Zukunft gewagt. Auch den Bachtelianerinnen steht ab sofort die Tür zum Beitritt in die Seniorengruppe offen.“ 

Traditionell sind die Senioren mindestens jeweils dienstags und donnerstags unterwegs. Neben den ein- oder zweitägigen Wanderungen und Ski- und Schneeschuhtouren gehören die Tourenwochen zum reichhaltigen Angebot der äusserst aktiven Gruppe. 

Am Sonntag, 4. Juli werden in der Scheune Filme von verschiedenen Touren der Seniorengruppe – erstellt von Joachim Dietze – gezeigt. 

Sonntag, 3. Oktober 2021, Fotovortrag von Rolf Blaser, um 15 Uhr

Rolf Blaser aus Ernetschwil erzählt von seinen reichen Erfahrungen und zeigt atemberaubend schöne Fotos. Er ist seit 16 Jahren Mitglied der Sektion Bachtel und bietet als Tourenleiter Winter seit 2016 Skitouren an. 

Immer wieder zog es Schweizer Alpinisten auch in die Ferne, um höhere Gipfel zu besteigen, als der hiesige Alpenraum bieten kann. Auf die Frage, warum er solche Strapazen auf sich nimmt und hohe Berge besteigt, antwortete der Erstbesteiger des Mount Everest Sir Edmund Hillary (1919 -2008, Neuseeland) lapidar: „Weil sie da sind.“ In der etwas trotzigen Antwort steckt aber noch ein anderer Aspekt: Die Neugierde. Die Berge sind da, also kann man sie auch besteigen oder man kann es zumindest versuchen. Allein schon diese Möglichkeit macht den Reiz aus. 

Grosse Herausforderungen

Das Höhenbergsteigen fordert den Körper und den Geist. Man lernt seinen Körper auf eine ganz andere Art kennen: Der niedrige Sauerstoffdruck raubt einem buchstäblich den Atem, der Magen kämpft mit fremdartigen Lebensmitteln, an Schlaf ist kaum zu denken und jeder Schritt ist eine grosse Anstrengung. Doch kaum hat man den Gipfel erreicht, wird man überwältigt von dem unbeschreiblichen Glücksgefühl, es geschafft zu haben. 

Fremde Kulturen

Neben dem sportlichen Aspekt taucht man ein in eine fremde Welt. Im höchsten Gebirge der Welt, dem Himalaya, begegnet man den Zeichen des Buddhismus auf Schritt und Tritt. Am Wegrand stehen Stupas, man wandert an Mauern aus Manisteinen vorbei oder lässt Gebetsmühlen kreisen. Die einfache Lebensweise der Nepali unter den schwierigen Bedingungen der Höhe lassen die Besucher die eigene Situation überdenken und demütig werden.

Eröffnung der Sonderausstellung am 2. Mai „Hoch hinaus – 150 Jahre SAC Sektion Bachtel“

Anlässlich dieses Jubiläums fand am Sonntag, 2. Mai die Eröffnung der Sonderausstellung im Ortsmuseum statt. Während einer kurzen Führung wurden die Besucher vom ehemaligen Hüttenchef Hermann Inglin in die Anfänge der Vereinsgeschichte eingeführt.  

Der Wettergott war guter Laune, pünktlich zur Eröffnung zeigte sich die Sonne. Dies nutzten zahlreiche Besucher, um am Apéro teilzunehmen, der situationsbedingt draussen an Vierertischen stattfand. 

Respektable Leistung

Der ehemalige Hüttenchef Hermann Inglin führte die Besucher gruppenweise durch die Ausstellung. Zahlreiche Ausrüstungsgegenstände aus den frühen Jahren der Eroberung der Alpen konnten bestaunt werden. Dem Bergsteiger mit Hanfseil, Wickelgamaschen und Nagelschuhen, sogenannten Tricounischuhen, steht als Pendant die moderne Kletterin gegenüber. Ob die Schneeschuhe, die um 1920 herum benutzt wurden, genügend Halt boten bei den Touren im Schnee? Man kann sich kaum vorstellen, wie die frühen Berggänger der Kälte und der Nässe trotzten. Die Leistungen dieser Abenteurer verdienen grössten Respekt. 

Hüttengeschichten

In der Hüttenecke kamen nostalgische Gefühle bei den Besuchern hoch: Früher gab jede Tourengruppe dem Hüttenwart eine Beutelsuppe ab, die dieser zusammen mit allen anderen verschiedenen Suppen in einen Topf warf. Zu essen gab es dann ein Potpourri aus verschiedenen Geschmacksrichtungen. Glücklich war, wer noch eine Wurst beisteuern konnte. 

Geschichten zum Schmunzeln lieferte u.a. auch der Hüttenmuli Hans, der treue, aber manchmal etwas eigensinnige Lastenträger. Hatte er den Eigensinn bei den Bachtelianern selber abgeschaut, die sich lange Zeit gegen das Hütten-Alkoholverbot des Zentralverbandes wehrten und diesem nach der letzten Mahnung trotzig eine Einladung mit Festkarte zustellten?

Hoch hinaus: 150 Jahre SAC Sektion Bachtel

Geschichte

Claridenhütte

Frauen in luftigen Höhen

Ausrüstung

Anlässlich des 150-jährigen Jubiläums hat die Sektion Bachtel des Schweizer Alpen-Clubs eine Sonderausstellung gestaltet, die sich der Gründungszeit widmet, vom Bau der Claridenhütte auf dem Altenoren-Plateau im Glarnerland erzählt und aufzeigt, wie schwierig es für die Frauen war, sich in dieser männerdominierten Freizeitbeschäftigung zu behaupten. Im unterirdischen Ausstellungsraum steht eine urtümliche Berghütte und können Ausrüstungsgegenstände von früher wie Hanfseil oder Nagelschuhe bestaunt werden.

Osternestsuche, ein Event von Natürli Zürioberland

Bei schönstem Wetter suchten Kinder und Erwachsene bei uns die vom Museumsteam versteckten Osternester. Es war ein gelungener Event, der viel Freude bereitet hat.Das nächste Jahr sind wir gerne wieder dabei.

Léon Kälin – 40 Jahre mit dem Ortsmuseum beschäftigt (TOP Beitrag)

Vor 40 Jahren wurde ich als begeisterter Hobbyfotograf für die Mitarbeit im Ortsmuseum (Fotogruppe) angefragt. Am Anfang war mein Interesse am Musealen noch nicht wirklich gross.
Schon bald hat mich das Museumsfieber gepackt. 1988 trat ich in den Vorstand ein und 1996 wurde ich zum Präsidenten gewählt. Meine Voraussetzungen waren: das Museum soll in Ressorts mit eigenen Verantwortungsbereichen geführt und mit Sonderausstellungen attraktiver gemacht werden. Ich staune noch heute, wie ich die fünfköpfige Familie, meinen strengen Beruf mit vielen Auslandeinsätzen und die Museumsarbeit unter einen Hut bringen konnte. Es war für mich ein Ausgleich und macht mir bis heute viel Freude.