Sonntag, 3. Oktober 2021, Fotovortrag von Rolf Blaser, um 15 Uhr

Rolf Blaser aus Ernetschwil erzählt von seinen reichen Erfahrungen und zeigt atemberaubend schöne Fotos. Er ist seit 16 Jahren Mitglied der Sektion Bachtel und bietet als Tourenleiter Winter seit 2016 Skitouren an. 

Immer wieder zog es Schweizer Alpinisten auch in die Ferne, um höhere Gipfel zu besteigen, als der hiesige Alpenraum bieten kann. Auf die Frage, warum er solche Strapazen auf sich nimmt und hohe Berge besteigt, antwortete der Erstbesteiger des Mount Everest Sir Edmund Hillary (1919 -2008, Neuseeland) lapidar: „Weil sie da sind.“ In der etwas trotzigen Antwort steckt aber noch ein anderer Aspekt: Die Neugierde. Die Berge sind da, also kann man sie auch besteigen oder man kann es zumindest versuchen. Allein schon diese Möglichkeit macht den Reiz aus. 

Grosse Herausforderungen

Das Höhenbergsteigen fordert den Körper und den Geist. Man lernt seinen Körper auf eine ganz andere Art kennen: Der niedrige Sauerstoffdruck raubt einem buchstäblich den Atem, der Magen kämpft mit fremdartigen Lebensmitteln, an Schlaf ist kaum zu denken und jeder Schritt ist eine grosse Anstrengung. Doch kaum hat man den Gipfel erreicht, wird man überwältigt von dem unbeschreiblichen Glücksgefühl, es geschafft zu haben. 

Fremde Kulturen

Neben dem sportlichen Aspekt taucht man ein in eine fremde Welt. Im höchsten Gebirge der Welt, dem Himalaya, begegnet man den Zeichen des Buddhismus auf Schritt und Tritt. Am Wegrand stehen Stupas, man wandert an Mauern aus Manisteinen vorbei oder lässt Gebetsmühlen kreisen. Die einfache Lebensweise der Nepali unter den schwierigen Bedingungen der Höhe lassen die Besucher die eigene Situation überdenken und demütig werden.

Eröffnung der Sonderausstellung am 2. Mai „Hoch hinaus – 150 Jahre SAC Sektion Bachtel“

Anlässlich dieses Jubiläums fand am Sonntag, 2. Mai die Eröffnung der Sonderausstellung im Ortsmuseum statt. Während einer kurzen Führung wurden die Besucher vom ehemaligen Hüttenchef Hermann Inglin in die Anfänge der Vereinsgeschichte eingeführt.  

Der Wettergott war guter Laune, pünktlich zur Eröffnung zeigte sich die Sonne. Dies nutzten zahlreiche Besucher, um am Apéro teilzunehmen, der situationsbedingt draussen an Vierertischen stattfand. 

Respektable Leistung

Der ehemalige Hüttenchef Hermann Inglin führte die Besucher gruppenweise durch die Ausstellung. Zahlreiche Ausrüstungsgegenstände aus den frühen Jahren der Eroberung der Alpen konnten bestaunt werden. Dem Bergsteiger mit Hanfseil, Wickelgamaschen und Nagelschuhen, sogenannten Tricounischuhen, steht als Pendant die moderne Kletterin gegenüber. Ob die Schneeschuhe, die um 1920 herum benutzt wurden, genügend Halt boten bei den Touren im Schnee? Man kann sich kaum vorstellen, wie die frühen Berggänger der Kälte und der Nässe trotzten. Die Leistungen dieser Abenteurer verdienen grössten Respekt. 

Hüttengeschichten

In der Hüttenecke kamen nostalgische Gefühle bei den Besuchern hoch: Früher gab jede Tourengruppe dem Hüttenwart eine Beutelsuppe ab, die dieser zusammen mit allen anderen verschiedenen Suppen in einen Topf warf. Zu essen gab es dann ein Potpourri aus verschiedenen Geschmacksrichtungen. Glücklich war, wer noch eine Wurst beisteuern konnte. 

Geschichten zum Schmunzeln lieferte u.a. auch der Hüttenmuli Hans, der treue, aber manchmal etwas eigensinnige Lastenträger. Hatte er den Eigensinn bei den Bachtelianern selber abgeschaut, die sich lange Zeit gegen das Hütten-Alkoholverbot des Zentralverbandes wehrten und diesem nach der letzten Mahnung trotzig eine Einladung mit Festkarte zustellten?

Hoch hinaus: 150 Jahre SAC Sektion Bachtel

Geschichte

Claridenhütte

Frauen in luftigen Höhen

Ausrüstung

Anlässlich des 150-jährigen Jubiläums hat die Sektion Bachtel des Schweizer Alpen-Clubs eine Sonderausstellung gestaltet, die sich der Gründungszeit widmet, vom Bau der Claridenhütte auf dem Altenoren-Plateau im Glarnerland erzählt und aufzeigt, wie schwierig es für die Frauen war, sich in dieser männerdominierten Freizeitbeschäftigung zu behaupten. Im unterirdischen Ausstellungsraum steht eine urtümliche Berghütte und können Ausrüstungsgegenstände von früher wie Hanfseil oder Nagelschuhe bestaunt werden.

Osternestsuche, ein Event von Natürli Zürioberland

Bei schönstem Wetter suchten Kinder und Erwachsene bei uns die vom Museumsteam versteckten Osternester. Es war ein gelungener Event, der viel Freude bereitet hat.Das nächste Jahr sind wir gerne wieder dabei.

Léon Kälin – 40 Jahre mit dem Ortsmuseum beschäftigt (TOP Beitrag)

Vor 40 Jahren wurde ich als begeisterter Hobbyfotograf für die Mitarbeit im Ortsmuseum (Fotogruppe) angefragt. Am Anfang war mein Interesse am Musealen noch nicht wirklich gross.
Schon bald hat mich das Museumsfieber gepackt. 1988 trat ich in den Vorstand ein und 1996 wurde ich zum Präsidenten gewählt. Meine Voraussetzungen waren: das Museum soll in Ressorts mit eigenen Verantwortungsbereichen geführt und mit Sonderausstellungen attraktiver gemacht werden. Ich staune noch heute, wie ich die fünfköpfige Familie, meinen strengen Beruf mit vielen Auslandeinsätzen und die Museumsarbeit unter einen Hut bringen konnte. Es war für mich ein Ausgleich und macht mir bis heute viel Freude.