Marie-Thérèse Thomann-Keller und Daniel Keller haben sich an einem Alphornkurs kennengelernt und pflegen seither das gemeinsame Alphornblasen – am Chilbi-Sonntag vor hoffentlich zahlreichem Publikum im lauschigen Museumsgarten. Natürlich kann man sich auch einfach so dort treffen, zum Kaffee oder zur Stärkung mit Wurst und Kartoffelsalat. Wer Lust hat, kann auch das Museum oder die SAC-Sonderausstellung besuchen.

Foto-Vortrag von Hermann Inglin – 15 Uhr

Dass sich Einzelne überaus stark engagieren, sei es als Hüttenwart oder als Hüttenchef, prägt die Entwicklung manch einer SAC-Hütte. Als Hüttenchef wirkte Hermann Inglin fast 20 Jahre, zuletzt als Baukommissionspräsident am letzten grossen Umbau, der 2014 abgeschlossen wurde.

Die Weberin Margrit Hefti demonstriert wie mit Schiffchen und Seidenfäden ein schönes Tuch entsteht.

In der Blütezeit der Seiden-Handweberei von 1850-1883 standen in vielen Haushaltungen einer, oft zwei bis vier Seidenwebstühle (je nach Anzahl der Familienmitglieder). Die Handweber lieferten bessere Stoffqualität als die mechanischen Webstühle. Bescheidener Wohlstand bestand. Doch waren 12-14-stündige Arbeitstage am Webstuhl die Regel.

Sonderausstellung «Hoch hinaus: 150 Jahre SAC Sektion Bachtel»:

Die Sonderausstellung kann allein oder mit Führung erlebt werden.

Sonntag, 5. Juni, 12-17 Uhr

Geschmack der Alpen:

Ein Besuch der Sonderausstellung „Hoch hinaus: 150 Jahre SAC Sektion Bachtel“ lässt sich mit einem feinen Hüttengericht, den Älplermagronen, kombinieren. S’het solang’s het.

Museums-Garten: Ein Rundgang für alle Sinne

Seit drei Jahren steckt Beatrice Michalkiewicz viel Arbeit und Liebe in den Bauerngarten vor dem Museum. Erfahren Sie mehr über den Garten im Wandel der Zeit und Hintergründiges zur vorhandenen Pflanzenwelt!

Führung mit Beatrice Michalkiewicz, stündlich um 14, 15 und 16 Uhr

mit Gertrud Schwarz, Orgel.

Sonntag, 3. April um 14.30 und 15.30:

Gertrud Schwarz ist seit vielen Jahren als Organistin in den Kirchen Seegräben und St. Niklaus Hombrechtikon tätig. Sie organisierte, oft als Mitwirkende, zahlreiche Konzertreihen in Seegräben mit Musiker*innen aus der klassischen Musik, dem Jazz, der Volksmusik, sowie die Märtmusik am «Winterzauber Märt» im Dörfchen, die hoffentlich bald wieder aufgenommen werden können.

Wir freuen uns, dass Gertrud Schwarz bereits zum zweiten Mal im Ortsmuseum Hinwil ein Orgelkonzert spielen wird!

Eintritt frei, Kollekte zugunsten der Orgel.

Am 5. Dezember wird Ursina Hilty Barocke Advents- und Weihnachtsmusik aus England, Italien und Frankreich spielen.

Ursina Hilty begann im Alter von 9 Jahren mit dem Klavierspiel, mit 17 Jahren erhielt sie ihren ersten Orgelunterricht. Nach ihrer Ausbildung zur Primarlehrerin studierte sie in Luzern Kirchen- und Schulmusik, mit Chorleitung im Hauptfach, und Orgel und Klavier im Nebenfach. Nachdem sie rund 20 Jahre an verschiedenen Orten als Chorleiterin, Organistin und Klavierlehrerin tätig war, wechselte sie aus familiären Gründen ihren beruflichen Schwerpunkt wieder in die Primarschule. Sie wirkte in Wetzikon zuerst als Lehrperson und dann als Schulleiterin – und später bis im Herbst 2020 als Schulleiterin in Uster. Daneben musizierte sie so oft wie möglich. Ursina Hilty lebt seit dem Sommer 2000 in Hinwil.

Mit Zertifikat – Eintritt frei – Kollekte zugunsten der Orgel

1863 befanden sich unter den 35 Gründungsmitgliedern des Schweizer Alpen-Clubs SAC in Olten auch drei Männer aus dem Zürcher Oberland: die Walder J. Oberholzer, A. Schoch und J. Krauer. Diese drei waren anfänglich Mitglieder der Sektion Uto. Als sich der Kreis um H. Weber aus Wetzikon, A. Häussler-Schweizer aus Rüti, F. Lehmann-Ritter aus Hinwil und den bekannten Industriellen Adolf Guyer-Zeller aus Bäretswil erweiterte, kam der Gedanke auf, eine eigene Sektion zu gründen. Am Bettag 1871 erfolgte dann die feierliche Gründung der Untersektion Bachtel bei strahlendem Wetter auf dem Glärnisch. 1876 zählte die Untersektion bereits 60 Mitglieder und so entstand 1877 die eigenständige Sektion Bachtel als 20. Sektion des Schweizer Alpen-Clubs. 

Das Glarnerland war zu Beginn das bevorzugte Tourengebiet der Bachtelianer und so zahlte die Sektion Bachtel den Kollegen der Sektion Tödi einen jährlichen Beitrag von einem Franken pro Mitglied zu Handen der Glärnischhütte. Schon bald befassten sich die Bachtelianer aber mit dem Gedanken, eine eigene Clubhütte zu bauen und 1897 fand die Einweihung der Claridenhütte auf dem Hochplateau des Altenorenstocks statt. Der Standort dieser ersten unbewarteten Claridenhütte mit 20 Schlafplätzen war bestens gewählt und die Hütte wurde derart gut besucht, dass sie in den nächsten Jahren laufend ausgebaut werden musste.

Aktive Seniorinnen und Senioren der Sektion Bachtel

Rund 3500 Mitglieder zählt die Sektion Bachtel des Schweizer Alpen-Clubs SAC. Davon bilden rund 280 Seniorinnen und Senioren die Seniorengruppe, die dieses Jahr ebenfalls ein Jubiläum feiert. Vor 50 Jahren, im Februar 1971 erfolgte mit 23 Bergkameraden unter der Leitung des Obmannes Albert Frei auf dem Bachtel die Gründung.

Dass die Seniorinnen dazugehören, ist nicht selbstverständlich. Auf nationaler Ebene erfolgte die Fusion der beiden Alpenclubs Schweizerischer Frauen-Alpenclub SFAC und Schweizer Alpen-Club SAC 1980 – nach 100 Jahren Diskussionen um die „Frauenfrage“. Bald darauf fusionierte auch die Frauensektion Zürcher Oberland mit der SAC Sektion Bachtel. Trotzdem waren die Frauen als Mitglied bei den Senioren lange nicht erwünscht. Erst 2011 ist unter dem Titel „Aufbruch in eine neue Zukunft“ im Clubheft zu lesen: „Nach 40-jähriger Männerrunde hat die Jahresversammlung nach offener, fairer Diskussion mit grosser Mehrheit den nicht allen leicht fallenden Schritt in eine neue gemeinsame Zukunft gewagt. Auch den Bachtelianerinnen steht ab sofort die Tür zum Beitritt in die Seniorengruppe offen.“ 

Traditionell sind die Senioren mindestens jeweils dienstags und donnerstags unterwegs. Neben den ein- oder zweitägigen Wanderungen und Ski- und Schneeschuhtouren gehören die Tourenwochen zum reichhaltigen Angebot der äusserst aktiven Gruppe. 

Am Sonntag, 4. Juli werden in der Scheune Filme von verschiedenen Touren der Seniorengruppe – erstellt von Joachim Dietze – gezeigt. 

Sonntag, 3. Oktober 2021, Fotovortrag von Rolf Blaser, um 15 Uhr

Rolf Blaser aus Ernetschwil erzählt von seinen reichen Erfahrungen und zeigt atemberaubend schöne Fotos. Er ist seit 16 Jahren Mitglied der Sektion Bachtel und bietet als Tourenleiter Winter seit 2016 Skitouren an. 

Immer wieder zog es Schweizer Alpinisten auch in die Ferne, um höhere Gipfel zu besteigen, als der hiesige Alpenraum bieten kann. Auf die Frage, warum er solche Strapazen auf sich nimmt und hohe Berge besteigt, antwortete der Erstbesteiger des Mount Everest Sir Edmund Hillary (1919 -2008, Neuseeland) lapidar: „Weil sie da sind.“ In der etwas trotzigen Antwort steckt aber noch ein anderer Aspekt: Die Neugierde. Die Berge sind da, also kann man sie auch besteigen oder man kann es zumindest versuchen. Allein schon diese Möglichkeit macht den Reiz aus. 

Grosse Herausforderungen

Das Höhenbergsteigen fordert den Körper und den Geist. Man lernt seinen Körper auf eine ganz andere Art kennen: Der niedrige Sauerstoffdruck raubt einem buchstäblich den Atem, der Magen kämpft mit fremdartigen Lebensmitteln, an Schlaf ist kaum zu denken und jeder Schritt ist eine grosse Anstrengung. Doch kaum hat man den Gipfel erreicht, wird man überwältigt von dem unbeschreiblichen Glücksgefühl, es geschafft zu haben. 

Fremde Kulturen

Neben dem sportlichen Aspekt taucht man ein in eine fremde Welt. Im höchsten Gebirge der Welt, dem Himalaya, begegnet man den Zeichen des Buddhismus auf Schritt und Tritt. Am Wegrand stehen Stupas, man wandert an Mauern aus Manisteinen vorbei oder lässt Gebetsmühlen kreisen. Die einfache Lebensweise der Nepali unter den schwierigen Bedingungen der Höhe lassen die Besucher die eigene Situation überdenken und demütig werden.

Hoch hinaus: 150 Jahre SAC Sektion Bachtel

Geschichte

Claridenhütte

Frauen in luftigen Höhen

Ausrüstung

Anlässlich des 150-jährigen Jubiläums hat die Sektion Bachtel des Schweizer Alpen-Clubs eine Sonderausstellung gestaltet, die sich der Gründungszeit widmet, vom Bau der Claridenhütte auf dem Altenoren-Plateau im Glarnerland erzählt und aufzeigt, wie schwierig es für die Frauen war, sich in dieser männerdominierten Freizeitbeschäftigung zu behaupten. Im unterirdischen Ausstellungsraum steht eine urtümliche Berghütte und können Ausrüstungsgegenstände von früher wie Hanfseil oder Nagelschuhe bestaunt werden.

Osternestsuche, ein Event von Natürli Zürioberland

Bei schönstem Wetter suchten Kinder und Erwachsene bei uns die vom Museumsteam versteckten Osternester. Es war ein gelungener Event, der viel Freude bereitet hat.Das nächste Jahr sind wir gerne wieder dabei.